INTERLINKED - Wie kamen wir dazu eine Virtual Reality Serie zu drehen?


Eigentlich hat alles seinen Ursprung vor vielen Jahren im Studium gehabt. Neben langweiligen Vorlesungen unter der Woche gab es am Wochenende vor allem eins: TECHNO - und das am besten von Donnerstag bis Sonntag (Freitag war an der Uni natürlich frei ;)).

Während in der Vorlesung bereits das Berghain-Lineup rumgeschickt wurde und man sich überlegt hat, ob man sich eher das Set von I HATE MODELS oder von SPEEDY J reinzieht, gab es noch die Diskussion darüber, welcher Horrorfilm am Abend angeschaut wird.

Wer regelmäßig Horrorfilme schaut, weiß genau, dass es gute und noch mehr schlechte Horrorfilme gibt. Schon damals machten wir uns Gedanken darüber, wie wir diese Filme verbessern würden um sie spannender zu machen. Ab einem gewissen Punkt wollten wir sogar selbst Filme drehen. Am besten fanden wir immer sogenannte „Found-Footage“- Filme, da diese uns durch die sehr spezielle und amateurhafte Kameraführung am realistischsten erschienen.

Ein paar Jahre später wurde ein Horror leider wahr: das Corona-Virus legt das öffentliche Leben weitestgehend lahm. An Raves, Partys und Techno war nicht mehr zu denken. Um dieses Loch zu füllen erschienen immer mehr virtuelle Raves und Live-Streams auf den sozialen Medien. Das haben wir eine Zeit lang ausprobiert - leider hat uns dabei immer das „Club“- Gefühl gefehlt. Meistens tanzt man dann doch irgendwie alleine vor dem z.T. viel zu kleinen Fernseher.

Also wollten wir den virtuellen Rave realistischer machen – wir wollten ein Gefühl schaffen als wäre man mitten drin und wirklich beim Rave dabei: „Found-Footage“- Style. Es mit einer einfachen Kamera abzufilmen erschien uns allerdings nicht realistisch genug – wir wollten eine wirklich lebensnahe Erfahrung schaffen. Was wir ganz klar brauchten - Virtual Reality (VR). Wenn der Rave mit einer VR-Brille wie z.B: Oculus Rift, Oculus Quest, PlayStation VR oder ähnlichen Modellen angeschaut wird, ist man wirklich mitten drin - als wäre man live dabei.

Das Problem: Die VR-Welle lässt noch etwas auf sich warten und noch hat nicht jeder Haushalt ein VR-Headset. Daher kam uns die Idee, die VR-Brille direkt mitzuliefern. Wir nennen unsere VR-Brille auch „INTERLINKED GLASSES“. Dabei handelt es sich um eine generische VR-Brille bei der das Smartphone eingelegt wird. Da so gut wie jeder ein Smartphone besitzt und das Modell mit fast jedem Smartphone funktioniert, hat nun jeder die Möglichkeit dabei zu sein und muss nicht erst 400€ + für eine VR-Brille ausgeben.

Zu Beginn wollten wir einfach nur die Kamera vor dem DJ-Pult aufstellen – wie es andere Akteure am Markt auch machen. Dann kam uns aber die geniale Idee, nicht nur den Rave zu filmen, sondern auch das ganze drumherum (was eben zum Feiern gehen dazu gehört). Ziel war somit eine richtige Berliner-Nacht abzubilden und für jeden auf der Welt zugänglich zu machen der das Raven gerade auch so vermisst wie wir. Jeder kann von zu Hause in die Virtual Reality eintauchen und dabei sein.

Da wir nicht nur einfach einen Rave in VR filmen, sondern auch eine dazugehörige Handlung, kommt unser Projekt, welches wir „INTERLINKED“ (dt. „vernetzt“) getauft haben, also eher einem Filmerlebnis gleich. Da es fortlaufend neue Episoden geben wird, kann es also mit einer Art VR Netflix-Serie verglichen werden. Die erste Episode heißt „ORDNUNGSAMT“, ist Mitte März 2021 live gegangen und featured Berliner Techno-DJ “Callush”. Jeder der jetzt Lust hat eine Berliner Nacht zu erleben und noch keine VR-Brille zu Hause hat, kann sich ab sofort unser Starter-Paket kaufen und in den Berliner Underground eintauchen. Hast du bereits eine VR-Brille, dann brauchst du nur den digitalen Zugang zu kaufen.